Gruppe mit Himmelskindern

Unsere Begleitung endet nicht nach dem Tod des Kindes, sondern geht weiter – wir sind für Familien da, solange sie uns brauchen.
Trauernde Familien gehören nach wie vor zu unserer Gemeinschaft des JoMa-Projekts.

Mit dem Tod des Kindes geht der Mittelpunkt der Familie verloren, ebenso enden viele der wichtig gewordenen Kontakte zu Pflegepersonal oder sonderpädagogischer Einrichtung. Das sehr besondere Leben mit dem Kind gibt es nicht mehr. Und die Gesellschaft lässt leider häufig nur wenig Raum für die Trauer um ein behindertes Kind.

Wo finde ich Raum für meinen unaussprechlichen Schmerz? Wie gehe ich um mit dem leisen Gefühl des positiven Erstaunens über neue Freiräume, auf die ich während der Jahre der Pflege verzichten musste? Darf ich mir so ein Gefühl neben der Trauer erlauben?
Wie finde ich Zugang zu den trauernden Geschwistern?
Für diese und alle anderen Fragen, Gedanken und Gefühle im Trauerprozess ist bei uns Platz.

In der Gruppe ist Raum für die schweren Erinnerungen an den möglicherweise langen und leidvollen Tod des Kindes. Hier ist Platz für die schönen Bilder, die Eltern und Geschwister im Herzen bewahren wollen, von denen sie anderen erzählen möchten. Wir nehmen uns Zeit zum Zuhören, zum gemeinsamen Weinen und Schweigen, aber auch zum Danken und Lachen.
Gemeinsam tragen wir den Schmerz über den Verlust eines Kindes und gehen kleine Schritte durch die Trauer in einem Netz aus Verständnis und Nähe.